In der Schönheitschirurgie wird die Schamlippenkorrektur - Schamlippenverkleinerung inzwischen häufiger durchgeführt. Fachlich korrekt ist die Bezeichnung Labienplastik bzw. bei einer Schamlippenreduktion wird auch von einer Labienreduktionsplastik gesprochen.
Eine weitere Operation in diesem Bereich ist die Vergrößerung von zu kleinen Schamlippen, damit sie ihrer Schutzfunktion nachkommen können. Die inneren Labien verschließen die Scheide und schützen sie so vor Infektionen, Bakterien, Keimen und dem Eindringen von Fremdkörpern, was häufig zu Entzündungen führt. Auch das Anpassen der Proportionen im Bereich des Schamhügels gehört zu den Genitaloperationen.
Je nachdem, wie die individuellen Voraussetzungen der Patientin sind, wird sie ein erfahrener Arzt beraten, ob und welche Art der Schamlippenkorrektur für diese Patientin in Frage kommt. Die Wahl der Operationstechnik richtet sich nach anatomischen Besonderheiten, wird mit der Patientin ausführlich besprochen und die einzelnen Schritte des Vorgehens werden vor der Operation festgelegt.
Bei der Schamlippenkorrektur handelt es sich um eine Operation, die nach wie vor zu den Tabus zählt. Obwohl viele Frauen unter ihren zu großen, zu kleinen oder fehlentwickelten Labien (so der Fachausdruck) leiden, trauen sich viele nicht, dieses nicht nur kosmetische Problem dem Fachmann zu überlassen. Gründe sind Schamgefühl, Angst oder Unkenntnis. Dabei kann jede Frau dank perfekt geformter Schamlippen ein besseres Körpergefühl erlangen. Neben der optischen Komponente hat das Problem jedoch auch gesundheitliche Aspekte.
Bei einer Schamlippenkorrektur - Schamlippenverkleinerung handelt es sich um einen vergleichsweise kleinen Eingriff aus dem weiten Tätigkeitsfeld der plastischen Chirurgen. Innerhalb von etwa 30 Minuten durchschnittlicher Operationsdauer werden Schamlippen verkleinert oder in selteneren Fälle auch aufgepolstert. Je nach Aufwand kann der Eingriff aber auch bis zu 90 Minuten dauern.
Viele Kliniken und Praxen bieten den Eingriff ambulant an. Eine Operation ohne stationären Aufenthalt birgt aber gewisse Risiken. So sollte für die Patientin eine ausreichende Betreuung im häuslichen Umfeld gewährleistet sein. Unmittelbar nach der Operation benötigt die Patientin Ruhe und kann sich auch bis zu einem Monat nach dem Eingriff noch nicht in sämtliche alltäglichen Herausforderungen stürzen. Im Fragebogen sind bei einer ambulanten Operation die Fragen nach dem häuslichen Umfeld wahrheitsgemäß zu beantworten.
Eine gute Operationsvorbereitung fängt bereits mit der Wahl des Termines an. Der Menstruationszyklus sollte nicht innerhalb der ersten zwei Wochen des Heilungsprozesses eintreten. Dadurch kann der Heilungsprozess verzögert werden und das Infektionsrisiko erhöht sich. Es ist auch möglich, dass der Frauenarzt ein Mittel verordnet, damit die Periode aussetzt. Bevor die Operation durchgeführt werden kann, ist eine ausreichende Beratung und Vorbereitung von Nöten. Dazu zählen vor allem die Fragen zum Gesundheitszustand der Patientin. Ein genauer Check der Gesundheit der Patientin gibt Aufschluss über das Immunsystem und die Abwehrkräfte. Hat die Patientin beispielsweise Probleme mit der Blutgerinnung, neigt sie möglicherweise zu Thrombosen? Ist die Patientin Raucherin? Hat die Patientin bisher Allergien oder sind Überempfindlichkeitsreaktionen bekannt? Neigt die Patientin zu Kreislauf- und/oder Herzproblemen? Wie ist die Vorgeschichte in Bezug auf die Familie? Auch nach eventuellen unnatürlichen Reaktionen des Körpers auf möglicherweise vorangegangene Operationen wird gefragt.